Wie muss ein Visumfoto für Türkei aussehen?
Die Türkei verwendet nicht das Schengen-Maß 35×45 mm. Das offizielle Format beträgt 50×60 mm auf weißem Hintergrund. Dieselbe Größe gilt sowohl für türkische Staatsbürger bei Reisepass, Personalausweis, Führerschein und Waffenschein als auch für Ausländer bei Aufenthaltserlaubnis und türkischem Visum. Für Kundinnen und Kunden aus dem Ausland ist dieser Unterschied oft eine Überraschung.
Behörden, die die Vorgabe festlegen
Den Standard veröffentlicht die der Innenministerium unterstellte Generaldirektion für Personenstand und Staatsbürgerschaftsangelegenheiten (NVİ); er ist konform mit ICAO 9303. Dasselbe Format 50×60 mm verwenden auch die Passabteilung der Generaldirektion Polizei, die Verkehrsabteilung (Führerschein), die Lizenzabteilung (Waffen) und die Migrationsbehörde (Aufenthaltserlaubnis). Das Foto muss innerhalb von sechs Monaten ab Aufnahmedatum dem Antrag beigefügt werden.
Workflow nach der Aufnahme
Die Aufnahme wird in PhotoID Studio importiert und das Türkei-Preset ausgewählt. Die App erkennt das Gesicht, richtet die Augen horizontal aus, reinigt den Hintergrund zu reinem Weiß und schneidet auf 50×60 mm bei 300 DPI zu. Zwei Kopien werden automatisch auf 10×15-cm-Papier angeordnet, der Druck geht mit einem Klick an den Drucker. Wird aus demselben Bildausschnitt ein Schengen- oder US-Format benötigt, wird einfach das Preset gewechselt.
Aufnahme-Setup und Anleitung
Setzen Sie die Kundin oder den Kunden 1,5-2 m vor den weißen Hintergrund, Schultern parallel zur Kamera. Die Kamera steht auf einem Stativ, das Objektiv auf Augenhöhe. Standard-Setup: 50-85-mm-Porträtobjektiv, Blende f/8, Softbox im 45°-Winkel, Reflektor auf der Gegenseite. Geben Sie die Anweisung "Kinn leicht zurück, Mund geschlossen, Kiefer entspannt, Augen weit offen". Kein Lächeln. Brille: NVİ verbietet getönte und Sonnenbrillengläser ausdrücklich. Eine klare Brille ist technisch nicht verboten, doch Reflexe sind der häufigste Ablehnungsgrund; Studios empfehlen, sie abzunehmen. Bei Kopftuch müssen Stirn, Augenbrauen und Kinnlinie sichtbar bleiben.
Ablehnungsgründe bei NVİ- und Polizei-Terminen
• Der Hintergrund ist nicht rein weiß: creme, grau oder leicht getönte Hintergründe werden nicht akzeptiert. • Falsches Format: ein 35×45-mm-Schengen-Druck wird in türkischen Verfahren abgelehnt. • Der Kopf ist zu klein im Rahmen; ein breites Porträt, aus einem Handyfoto zugeschnitten. • Reflexe auf der Brille oder getönte Gläser. • Haare oder Kopftuch verdecken Stirn, Augenbrauen oder Gesichtslinie. • Harter einseitiger Schatten unter dem Kinn oder auf der Wange. • Eine Aufnahme aus dem Archiv, die älter als sechs Monate ist.
Für Studios, die Pass-, Ausweis- und Führerscheinfotos in der Türkei anfertigen
Türkische Studios sind die erste Anlaufstelle in den Prozessen für Personenstand, Pass und Führerschein. In Provinzen mit hohem Visa-Aufkommen verlangen dieselben Kundinnen und Kunden zusätzliche Formate für US-, Schengen- oder UK-Anträge. Das Türkei-Preset von PhotoID Studio fixiert 50×60 mm weißen Hintergrund und Kopfproportion; aus demselben Ausschnitt entstehen mehrere Länderformate in Sekunden.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß ist das türkische biometrische Foto?
5×6 cm (50×60 mm). Dieselbe Größe gilt für türkischen Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Aufenthaltserlaubnis und Waffenschein.
Wie groß muss der Kopf im türkischen Foto sein?
Die offizielle NVİ-Vorgabe nennt keinen exakten Prozentsatz. In der Praxis füllt die Kopfhöhe etwa 70-80 % des Rahmens; das Preset kalibriert dies automatisch.
Welches Format braucht eine Kundin oder ein Kunde mit ausländischer Staatsangehörigkeit für die Aufenthaltserlaubnis?
Dieselben 50×60 mm. Die Türkei akzeptiert das Schengen-Maß 35×45 mm bei Aufenthalts- oder Visumsverfahren nicht.
Können in derselben Sitzung Türkei 50×60 mm und Schengen 35×45 mm erzeugt werden?
Ja. Aus demselben Ausschnitt entstehen durch Preset-Wechsel zwei separate Ausgaben; die Person bereitet in einer Sitzung Fotos für zwei Dokumente vor.
Darf mit klarer Korrekturbrille fotografiert werden?
Es ist nicht verboten, doch Reflexionen sind der häufigste Ablehnungsgrund. Sicherheitshalber empfehlen Studios das Abnehmen; getönte und Sonnenbrillen sind ausdrücklich untersagt.