Biometrische Fotogröße für Deutschland
35×45 mm, ICAO 9303 / BSI TR-03121
Autor: Murat Duru
Gründer von PhotoID Studio: Software für biometrische Fotos
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Wie muss ein Deutschland-Passfoto aussehen?
Deutschland nutzt das Format 35×45 mm bei einer Kopfhöhe von 32-36 mm. Der entscheidende Punkt ist, dass zwei getrennte Regeln gelten. Für Reisepass und Personalausweis deutscher Staatsbürgerinnen und Staatsbürger: Bundesdruckerei + BMI + BSI TR-03121 akzeptieren ausschließlich einen hellgrauen Hintergrund. Reines Weiß wird abgelehnt. Für den Visumantrag ausländischer Staatsangehöriger nach Deutschland: Die Leitlinien von iDATA, Visametric, VFS Global und TLScontact akzeptieren sowohl Weiß als auch helles Grau. Maßgeblich ist klarer Kontrast zwischen Gesicht und Hintergrund: bei hellem Haar betont mittleres Grau die Konturen, bei dunklem Haar funktioniert Weiß oder sehr helles Grau. Beide Verfahren dürfen nicht vermischt werden.
Fotogröße
35×45 mm
Kopfverhältnis
70%
Augenposition
56% von unten
Oberer Rand
3-6 mm
Hintergrundfarbe
Hellgrau / Weiß
Standard
ICAO 9303 / BSI TR-03121
Anforderungen & Hinweise
Deutsche biometrische Fotos akzeptieren einen hellgrauen oder weißen Hintergrund. Der Gesichtsausdruck muss neutral sein. Eine Brille muss abgenommen werden.
Regulierungsbehörden und Aktualitätsregel
Den Standard legt das Bundesministerium des Innern (BMI) fest; die technische Vorgabe erscheint als BSI TR-03121 und Mustertafel. Pass und Personalausweis stellt die Bundesdruckerei her; der Antrag läuft über das Bürgeramt oder Einwohnermeldeamt. Aufenthaltstitel und Visa liegen beim Auswärtigen Amt und beim BAMF. Ab dem 1. Mai 2025 müssen Reisepass- und Personalausweisanträge in Deutschland das Foto über einen von der Bundesdruckerei zertifizierten digitalen Kanal übermitteln; das Hochladen einer eingescannten gedruckten Kopie ist ungültig. Konsulate im Ausland nehmen weiterhin Papierabzüge an. Für alle Anträge gilt die Sechs-Monats-Aktualitätsregel.
Workflow nach der Aufnahme
Die Aufnahme wird in PhotoID Studio importiert. Das Deutschland-Preset wird gewählt; die App erkennt das Gesicht, setzt die Kopfhöhe in den Bereich 32-36 mm und erzeugt eine Ausgabe von 35×45 mm bei 300 DPI. Für Reisepass/Personalausweis bleibt der Hintergrund im Graubereich und wird daran gehindert, in reines Weiß zu kippen; aus demselben Ausschnitt entsteht eine hochauflösende Digitaldatei, die in den Bundesdruckerei-zertifizierten Kanal gehen kann. Für den Visumantrag wird je nach Haarton die Weiß- oder Hellgrau-Variante gewählt.
Aufnahme-Setup und Kundenanleitung
Setzen Sie die Person 1,5-2 m vor den Hintergrund, Schultern parallel zur Kamera. Für Reisepass/Personalausweis ist der Hintergrund hellgrau. Beim Visumantrag wählen Sie je nach Haar- und Hauttyp Weiß oder mittleres Grau; die Leitlinie ist Kontrast. Die Kamera steht auf einem Stativ, Objektiv auf Augenhöhe. Standard-Setup: Porträtobjektiv 50-85 mm, f/8, Softbox in 45°, Reflektor auf der Gegenseite. Geben Sie die Anweisung «Neutraler Gesichtsausdruck: Mund vollständig geschlossen, Lippen entspannt, Augen weit offen». Schon ein leichtes Lächeln wird abgelehnt. Brille: seit 2017 für Reisepass und Personalausweis verboten; eine medizinische Ausnahme wird mit ärztlichem Attest in einem sehr engen Rahmen anerkannt. Haare dürfen Augenbrauen oder Augen nicht verdecken, beide Ohren müssen sichtbar sein.
Ablehnungsgründe im Bürgeramt und in deutschen Konsulaten
• Reines Weiß für Reisepass/Personalausweis: Grau ist Pflicht. • Fehlender Kontrast zwischen Gesicht und Hintergrund im Visumantrag (z. B. wenn eine blonde Person vor weißem Hintergrund blass wirkt). • Verlauf oder gelblicher/bläulicher Ton im Hintergrund: das zertifizierte System misst das RGB-Profil. • Kopfhöhe außerhalb des Bereichs 32-36 mm. • Brille: seit 1. November 2017 für Reisepass und Personalausweis verboten. • Leichtes Lächeln oder leicht geöffnete Lippen: Deutschland setzt die Regel des neutralen Ausdrucks besonders streng um. • Haare oder Brillenbügel über dem Ohr. • Aufnahme älter als sechs Monate; das System prüft das EXIF-Datum. • Bei einem Pass-/Ausweisantrag in Deutschland wurde eine eingescannte Papierkopie hochgeladen (seit 1. Mai 2025 ungültig).
Für Studios, die deutsche Pass-, Ausweis- und Visumantragsteller bedienen
Studios in Deutschland müssen sich nach dem 1. Mai 2025 entweder an den Bundesdruckerei-zertifizierten digitalen Kanal anbinden oder die Kundinnen und Kunden an das Terminal im Bürgeramt verweisen. Deutsche Konsulate in der Türkei, Indien, China und Russland nehmen weiterhin Papierabzüge an. Das Deutschland-Preset von PhotoID Studio bereitet den strengen grauen Hintergrund für den Pass und die Weiß-/Grau-Kontrastvariante nach Haarton für das Visum als getrennte Presets vor; aus demselben Ausschnitt entstehen Papierabzug und Digitaldatei zusammen.
Verwendungszweck
- Reisepass
- Personalausweis
- Visum
- Aufenthaltstitel
- Führerschein
- Waffenbesitzkarte
- Krankenversicherungskarte
- BahnCard
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Häufig gestellte Fragen
- Soll der Hintergrund auf dem deutschen Foto weiß oder grau sein?
Für Reisepass und Personalausweis ist ausschließlich helles Grau zulässig (Mustertafel + BSI TR-03121). Beim deutschen Visumantrag gibt es zwei Optionen: mittleres Grau bei hellem Haar, Weiß/sehr helles Grau bei dunklem Haar. Maßgeblich ist klarer Kontrast zwischen Gesicht und Hintergrund.
- Wie wirkt sich die Reform zur digitalen Übermittlung vom 1. Mai 2025 auf mich aus?
Bei Reisepass- und Personalausweisanträgen in Deutschland wird das Foto nur über einen Bundesdruckerei-zertifizierten digitalen Kanal übermittelt. Ist Ihr Studio nicht angebunden, verweisen Sie die Kundschaft an das digitale Terminal im Bürgeramt. In Auslandsvertretungen bleibt der Papierabzug gültig.
- Darf ich auf dem Reisepassfoto eine Brille tragen?
Nein. Seit dem 1. November 2017 ist Brille auf Reisepass und Personalausweis verboten. Eine medizinische Ausnahme erfordert ein ärztliches Attest und wird in der Praxis nur sehr eng anerkannt.
- Gelten dieselben Regeln für den Kinderpass?
Ja. Dieselben Regeln: 35×45 mm, grauer Hintergrund, Kopf 32-36 mm: gelten auch für den Kinderreisepass. Bei Säuglingen wird die Augenöffnungsregel praktisch flexibel gehandhabt, die Gesichtszüge müssen aber klar erkennbar sein.
- Kann aus derselben Aufnahme sowohl ein deutscher Pass als auch ein Schengen-Visum entstehen?
Ja. Beide Verfahren nutzen die Größe 35×45 mm. Das deutsche Pass-Preset hält den Hintergrund im Graubereich; für allgemeines Schengen wird die Weiß-Variante mit einem Klick gewählt.
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